Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule erinnern an das Geschehen am 09. November 1938 in Bochum und begleiten die Gedenkveranstaltung musikalisch.

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Am Freitag, 09. November 2018, jährten sich die Ereignisse der Reichspogromnacht von 1938 zum 80. Mal. Zu diesem Anlass fand um 15.00 Uhr in der Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz vor rund 300 Besuchern eine bewegende Gedenkveranstaltung statt, die durch Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule verantwortlich mitgestaltet wurde. Die Schülervertretung der EKS erinnerte u.a. an die Bochumer Jüdin Ottilie Schönewald, die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt wurde. Bei ihren umfangreichen Archivarbeiten hatten die Jugendlichen herausgefunden, dass auch Teile der Bevölkerung an den Zerstörungen und Verfolgungen beteiligt waren. In Bochum gab es einen Gymnasiallehrer, der über seinen Dienstauftrag hinaus mit seiner Klasse seine Überzeugung in Taten umsetzte und die Wohnung der Schoenewalds zerstörte. Doch auch Else Hirsch – Lehrerin an der jüdischen Schule – engagierte sich über ihren Dienstauftrag hinaus und organisierte mit der Gemeindesekretärin Erna Philipp mehrere Kindertransporte, um jüdische Kinder in Sicherheit zu bringen.

Abgerundet wurde der eindrucksvolle Vortag der Schülervertretung durch ebenso professionelle wie berührende musikalische Beiträge der EKS-Schulband unter der Leitung von Frau Demes. Die Schülervertretung wurde erfolgreich begleitet, beraten und unterstützt durch Frau Danou-Fuchs, Frau Wellmann, Herrn Wellmann und Herrn Werner.

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Die nachdenklich stimmenden Grußworte der Veranstaltung sprachen Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Grigory Rabinovich. Den Opfern des Holocaust wurde mit einer Kranzniederlegung an den Stelen gedacht.

Dr. Ludger Jonischeit

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