Vom 6.-24. August 2018 haben 10 Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule an der Sommerschule DaZ (Deutsch als Zweitsprache) des Bochumer Sprachförderturms, einem Projekt des Arbeitsbereichs Sprachbildung und Mehrsprachigkeit (Germanistisches Institut) der Ruhr-Universität Bochum, teilgenommen.. Zum Abschlussfest trafen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und den verantwortlichen Studierenden im geisteswissenschaftlichen Bereich des Alfried Krupp-Schülerlabors der RUB der Ruhr-Universität Bochum, um ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen und von Prof. Dr. Lena Heine voller Stolz ihre Zertifikate entgegenzunehmen. Verbunden damit ist die Hoffnung, dass die produktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Studierenden im Rahmen von Lernpatenschaften auch auf das kommende Schuljahr hinweg ausgeweitet werden kann.

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Das Projekt und die Festveranstaltung wurden von den Mitarbeiterinnen des Sprachförderturms Annika Möller und Verena Cornely Harboe professionell koordiniert und gestaltet. Christian Schwingeler und Regina Rossello-Küppershaus waren die Ansprechpartner auf Seiten der Schule und nahmen ebenso gerne am Festakt teil, wie Schulleiter Ludger Jonischeit.

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Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der EKS waren:

Shirwan Kadlo

Mohamed Albadr

Mannan Kadlo

Wail Ibrahim

Nancy Al Fadel

Tasnim Albeiraka

Silva Yusuf

Lorin Youssuf

Lava Sharro

Raghad Mirkhan

 

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Projekt Sommerschule Deutsch als Zweitsprache

Nachdem die Erich Kästner-Schule Ende 2017 das Interesse bekundet hat, an diesem Projekt teilzunehmen, konnten vom 6. bis zum 24. August 2018 erstmalig zehn Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an gezielter Sprachförderung zur Sommerschule angemeldet werden. Damit wurde die EKS nach der Hildegardis-Schule, der Anne-Frank-Realschule, der Goethe-Schule und der Heinrich-von-Kleist-Schule die fünfte Partnerschule im Bochumer Sprachförderturm. Das Konzept beinhaltet, dass Studierende im Rahmen des Berufsfeldpraktikums „Sommerschule DaZ“ intensiv auf die Arbeit mit neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern vorbereitet werden. Nach einer Input- und Workshop-Phase, in der theoretische und praktische Grundlagen erarbeitet werden, folgt eine dreiwöchigen Praxisphase, im Rahmen derer die zuvor geschulten Studierenden selbst sprach- und kultursensiblen Förderunterricht erteilen, der schwerpunktmäßig in Form von Projektarbeit stattfindet. Zuvor wurden alle Schülerinnen und Schüler von den Studierenden auf ihre Sprachkenntnisse hin getestet, um individuelle Materialien vorbereiten zu können.

Die Sommerschule DaZ stellt ein Teilprojekt des „Bochumer Sprachförderturms“ dar. Sie widmet sich der Sprachförderung und Sprachbildung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter, von denen derzeit immer mehr aufgrund von Krieg und wirtschaftlichen Krisen in ihren Herkunftsländern nach Deutschland kommen. Kommunen und Schulen stehen dabei vor der Herausforderung, die sogenannten Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger erfolgreich in das Schulsystem zu integrieren und entsprechend zu fördern. Fehlende bzw. geringe Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler stellen dabei eine große Hürde für die erfolgreiche Aufnahme dar. Eine umfassende Sprachförderung, die die besonderen Potenziale, Kompetenzen und Bedarfe dieser Gruppe berücksichtigt, ist somit dringend erforderlich. Im Rahmen der Sommerschule Deutsch als Zweitsprache, initiiert initiiert vom Arbeitsbereich Sprachbildung und Mehrsprachigkeit der Ruhr-Universität Bochum, sollen neu zugewanderte Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen in Bochum in den Sommerferien sprachlich unterstützt werden. Dank der Förderung der Robert Bosch Stiftung konnte der Bochumer Sprachförderturm in den Kalenderjahren 2017 und 2018 sehr erfolgreich durchgeführt werden.

Nach den vielen positiven Erfahrungen und der guten Zusammenarbeit hoffen wir auf eine Fortführung auch im Schuljahr 2018/19.

Ludger Jonischeit, Christian Schwingeler

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